Dienstag, 18. April 2017

107/365 - Mit Knopf

Erstmal bedanke ich mich ganz herzlich für die lieben Kommentare zu meinem Langzeit-Patworkdecken-Spezial, es freut mich sehr, dass ihr soviel Anteil genommen habt. ♥

Und heute gibt es eine Tasche "mit Knopf". Eher ungewöhnlich für mich, aber so lautet das Monatsmotto von Greenfietsen und hier hat es über Ostern ein Knopf an eine Tasche geschafft.

 
Sofort nachdem eine nie getragene Hose aus dem Männerschrank ins Nähzimmer eingezogen ist, war auch schon die Idee für diese Tasche mit den Antik-Kunstledersegmenten geboren.
Die Zeit, die man für's Überlegen braucht, welches Teil des Hosenbeins wohin soll und was man sinnvollerweise wie zuschneidet, etc. dauert oft länger, als das Nähen selbst.
Hier wollte ich absichtlich hinten an der Körperseite keinen Reißverschluss (denn da war zufällig eine Beintasche), sondern vorne ein ganz großes RV-Fach und innen noch ein kleines. Ohne Reißverschlusstasche geht bei mir irgendwie dann doch nicht.

Das große Innenfach fasst locker einige Zeitschriften und ne Wasserflasche, denn der Boden ist an den Ecken abgenäht.

Die farblich geteilte Klappe hat eine Paspel und eine Stickerei spendiert bekommen und der Schlüsselkarabiner ist natürlich Pflicht (weil die Tasche ja nicht für mich ist, denn ich brauche sowas nicht *g*).

Nächste Woche wandert die Tasche zu ihrer neuen Besitzerin und heute erstmal zum Taschen-Sew-Along  und zum  Creadienstag :)


Donnerstag, 6. April 2017

96/365 Patchwork - oder: am Ende wird alles gut

Irgendwann wollte ich mir eine Patchwork-Decke nähen. Das war vor langer Zeit mal so ein Gedanke, der zum festen Vorsatz wurde.
Dann habe ich auf einer Messe ein Päckchen blau-beigefarbener Stoff-Quadrate entdeckt. Für mich waren das (ganz naiv eben) hübsche Stoffe. Ob das nun "Charm-Pack" oder Jelli-Roll heißt  - egal - hübsch eben.
Ganz schön lange habe ich dann diese Stoffe gestreichelt und bewundert, ich wollte daraus eine hübsche Decke nähen. Die Maße der einzelnen Quadrate mal der Anzahl war eine gute Größe. Dachte ich ... ganz naiv.

Dann habe ich Hefte durchgestöbert, gedanklich Muster gemixt und urplötzlich war klar: ich nähe Sanduhren, kaufte noch passende Stoffe in blau, schon ging es voll motiviert und oberpingelig ans Werk. Das war im Februar 2016.
Schnippeln, messen, nachschneiden, nähen, wieder schneiden, nähen, nochmal messen, wieder gerade schneiden, nähen und plötzlich feststellen, dass die Decke von der Größe nun eher ein Tischläufer ist.  Aus 42 Quadraten  wurden 168 Dreiecke. Natürlich abzüglich Nahtzugaben.
Hatte ich schon meine Naivität erwähnt?

Da lag das Teil dann erstmal auf meinem Zuschneidetisch rum, bis ich zufällig auf einer anderen Messe dieselbe Ausstellerin (und Verkäuferin des ersten Stoffpäckchens) traf und sie noch viel zufälliger noch ein einziges blau-beiges Charm-Pack im Angebot hatte.
Welch ein Glück :-)

Aber:
Der Höhenflug beim Nähen war schon in die erste Deckenhälfte geflossen, jetzt nochmal wieder 168-fach kleine Dreiecke miteinander verbinden, messen, schneiden, etc. ... gääähn...die Lust und die Luft war raus, es ging mir nicht sehr leicht von der Hand, ein Grund ist auch hier zu sehen.
Aber ich wollte diese Decke ja auch irgendwann mal fertig und wieder Platz auf dem Tisch haben.
336  kleine Dreiecke ...

Als das Top fertig war, fehlte noch ein Rand. Passender Stoff war natürlich nicht mehr in ausreichender Menge da - also war wieder ein Grund für die Nichtfertigstellung gefunden, um das schlechte Gewissen zu beruhigen.

Dieser Selbstbetrug hält aber nur solange, bis interessierte Mitmenschen nachfragen und dies in einer vehementen Penetranz, die man nicht ignorieren kann. Also wurde passender Randstoff gesucht, gefunden, geschnitten und angenäht. Tja, was soll ich sagen; dann lag die Decke schon wieder rum :-/

Das Ende vom Lied: die interessierte Freundin wurde zur Mithilfe verdonnert, sonst wäre die Decke immer noch keine. Danke Frau Patchmohn! ♥
Sie hat mir gezeigt, wie ich die Rückseite faltenfrei an das Top bekomme, ich habe die ersten Quiltnähte unter ihren Argusaugen vollbracht und abends gleich noch das Binding zugeschnitten und angenäht, die Tage drauf noch einige Dreiecke mit der Maschine gequiltet, bis ich der Meinung war: jetzt ist es gut.

Wei-oh-wei -ooooh wei - war DAS eine lange und schwere Geburt!
 *ächz*
aber meine allererste Patchwork-Decke ist fertig und ich bin gleichermaßen erleichtert wie stolz.

352 Dreiecke ...die jetzt auf ein neues Sofa warten und solange zum RUMS dürfen.

Montag, 3. April 2017

93/365 - Wo fange ich an?

Am besten hinten ;-)

Scharf ging es in der letzten Woche zu: ich hatte an einem Thai-Kochevent teilgenommen und dabei durften zwei chön-charfe Chilis mit mir nach Hause kommen - zum Glück kamen sie nicht auf meinen Teller, denn die Dinger sind hot-hot-very-hot!
Gestern habe ich die Kerne in die Erde gebracht. Wir werden sehen was passiert.



Am Wochenende davor fand wieder unser Spinnernetz-Spinntreffen in Delmenhorst statt.
Endlich habe ich mal wieder richtig gesponnen - und nicht nur Spulen und Netze ins rechte Licht gerückt ;-)
Eine riesige Horde gutgelaunter Frauen mit ihren Spinnereien - einfach herrlich! Und mein kleines Rädchen bekam blaues Futter, passend zum blauen Spinnteppich (damit das Rad nicht immer wegläuft ;-)

Der dort endlich fertig versponnene bunte Kammzug wird dann zu bunten Spinnpuschen verstrickt - so der Plan.
Die Anleitung dafür habe ich schon ♥





Genau: gestrickt wurde im Hause Lehmi natürlich auch.
Und zwar wurde aus zwei 6-fach-Sockenwollen von Frau Dornröschen ein
"gemischtes Doppel mit Reste-Kind" ... oder so ähnlich ;-)



Was ich genäht habe, das zeige ich natürlich auch, aber das hat einen eigenen Rahmen Post verdient, denn darauf bin ich schon echt ganz schön stolz (-: *Brust-schwell* :-)
Und weil ich gerade entdeckt habe, dass mein Blog bald (übermorgen?) eine halbe Million Seitenaufrufe haben wird (Waaaahnsinnnn!) werde ich mal wieder eine Verlosung starten :-D

Samstag, 18. März 2017

77/365 - Toetsies oder: meine Füße wollen Sommer!

Meine Füße wollen keine dicken Stiefel mehr schleppen, die wollen jetzt auch mal wieder Licht sehen.
Deshalb wollte ich mich für den Sommer schon mal ein bisschen vorbereiten - jedenfalls  fußmäßig.
Mit Download-Anleitungen ist das ja auch immer so wie mit dieser berühmten Pralinenschachtel von Forrest Gump (ich hab da schon so eine in meinem Nähzimmer). Du siehst ein Bild und weißt nicht, was du kriegst. So wie hier.
Ich sah ein Bild, ich fand das toll und kaufte die Anleitung.
Die ist toll geschrieben - gar keine Frage! Mit sehr viel Humor und Herzblut.

Ich persönlich hätte mir innerhalb der 22-seitigen Anleitung vielleicht etwas mehr Flexibilität gewünscht was die Maschenzahl/Größen betrifft  (es gibt nur eine).

Natürlich lässt sich so einiges über die Garn- und Nadelstärke anpassen.
Ich stricke eher fest und ich stricke auch gerne dünne Wolle mit kleiner Nadelstärke, aber kleiner als 2.0 mag ich dann auch nicht mehr und hier hätte es bei meiner dünnsten Sockenwolle noch weniger bedurft. Der erste Testfuß genau nach Anleitung war leider viel zu weit, wurde fix wieder geribbelt und die Rechnerei ging los.
Meine neuen Füßlinge (mit 58M )werde ich erstmal probtragen, solo und in Schuhen und dann entscheiden, ob ich nochmal loslege.

Wer also seine Socken normalerweise mit 72 Maschen strickt, der hat mit dieser Anleitung Glück - da ist jede einzelne Masche beschrieben und das ganze für 3 verschiedene Oberfußvarianten.

Mittwoch, 8. März 2017

67/365 - ein Beeren-Held zum MMM

Gestern genäht, heute gestrickt, morgen...?
 :)
Blau mag ich sehr gerne leiden, daher greife ich bei Wolle automatisch nach den blauen Strängen - ob ich will oder nicht. So kam es, dass ich inzwischen 3 blaue Pullover gestrickt habe.
Etwas Abwechslung musste echt mal sein und da ich Beerentöne auch sehr gerne leiden mag, ging ich nun mal zur Beerenernte zu Frau Dornröschen.

Gestrickt habe ich obenrum wieder nach der Anleitung "We can be Heroes" mit den fetten Zöpfen und untenrum  wurde es ein "Granito", weil mir die seitlichen Taschen so gefallen.
Überhaupt gefällt mir diese Kombination, sie hätte allerdings ruhig etwas weiter sein können.
Aber: sie passt zu blau! ;-)))

Und mit dieser passenden Farbe marschiere ich am heutigen Weltfrauentag nun schnurstracks zum  MMM

Dienstag, 7. März 2017

66/365 - Schiff ahoi!

Zwei Kolleginnen hatten Geburtstag, beide sind Nordsee-Fans und auch Fans maritimer Stoffe.
Und ich bin Fan dieser Kosmetik- bzw. Kramtaschen, die gehen irgendwie immer.
Also man kann sie immer brauchen und nähen kann ich sie auch immer ;-)

Hier habe ich ein paar maritime Stoffe streifig gepatcht und unten einen Boden aus Kork (das fühlt sich sooo toooolllll an!!!) angenäht.

Verpackt wurde das natürlich auch gleich als Boot. Dafür habe ich braunes Packpapier zum Segel gefaltet, ein Ess-Stäbchen als Mast verwendet und alles im Loch des Reißverschluss-Zippers fixiert.


Kam gut an, das Boot :)
Die nächste Kollegin bekam dann die "Sicherheitsvariante".
Mit aufgesticktem Anker, vertäuter Reling und Bugpuffer aus Kork(en).
Diese Tasche hat sich während des Nähens irgendwie von selbst  entwickelt. Nach den Fotos hat das Korken-Seil noch einen weiteren Knoten bekommen und sieht nun nicht mehr so langweilig aus.



Die Patcherei (für mich ist es das) wandert jetzt zu Frau Greenfietsen + 4Freizeiten und weil sich letzte Reste geliebter Stoffe darin befinden auch zu Ulrikes Smating; beide Boote dürfen nun mit TT zum  Creadienstag schippern.

Montag, 6. März 2017

65/365 - Gewonnen! Wolle? Willich :)

Es ist ja schon echt interessant, wie unterschiedlich und doch ähnlich hier im Bloggerland gekocht und rezepttechnisch organisiert wird. Die Möglichkeiten der Inspiration sind durch die technischen Neuerungen tatsächlich vielfältiger und erheblich umfangreicher geworden. Die schweizer Möglichkeit sich seine eigenen Rezpte per Postkarte zu schicken ist ja wirklich toll!
Vielleicht ist es einfach das Fossil in uns, das sich noch so an die Kochbücher von Früher krallt :)

Aber nun zu was ganz anderem:
Zum Jahreswechsel hatte ich ja beschlossen, mir eine Strumpfhose zu stricken und auf der Suche nach einem Rezept einer Anleitung bin ich auf einen ravelry-KAL  gestoßen, in dem Elisabeth von Wolle-Willich sozusagen ein "Opal-Strickpaket incl. Verlosung" sehr günstig angeboten hatte. Also wurde kurzerhand Wolle bei ihr bestellt und losgestrickt, meine fußlose Strumpfhose hatte ich hier  schon mal gezeigt und bei Ravelry im KAL natürlich auch.
Vor 5 Tagen war die Ziehung und ich hatte Glück mit meiner Büx, denn die Losfee hat tatsächlich mich gezogen!
♥ yay ♥

Ich habe eine Glücks-Büx gestrickt :-D

Danke liebes Wolle-Willich-Team!!!

Am Samstag Abend lag mein Gewinn nämlich schon vor der Haustüre: ein 100g Knäuel Opal in einem tollen Gletschertürkis.

Daraus kann ich nun Eisbeine stricken ;-)

Freitag, 3. März 2017

58/365 Langsam kocht's besser

Keine Bange: ich koche nicht, sondern ich koche und backe ja gerne und für mich sind richtig gedruckte Kochbücher doch etwas anderes, als ausgedruckte Einzelseiten aus unterschiedlichsten Internetkochforen (hab ich auch, klar!).
Natürlich könnte ich auch mit dem Pad in der Küche stehen, aber Fortschritt hin oder her:  ich mag es einfach stromunabhängig und frei von Akkukapazitäten in einem Buch zu blättern, Bilder anzuschauen, mir Inspirationen zu holen, Klebezettel an Favoriten zu bappen und irgendwann auch Gebrauchsspuren in Form von Notizen und eben auch Flecken in diesen Rezepten zu sehen.
Das sind für mich gelebte Rezepte ♥

Ein neues Druckwerk  von Gabi für meinen Slowcooker kam vor zwei Wochen bei mir an und man sieht an den gelben Schnipseln (da sind nicht alle zu sehen!): es gibt viele Möglichkeiten für Flecken :)
 

Der zuerste zubereitete Spaghettiauflauf war echt lecker und wird garantiert noch öfter zubereitet, das nächste Rezept ist aufgeblättert.
Und nun sehe ich meine Vorliebe auch unmittelbar bestätigt: von Gabi habe ich nämlich ein Kochbuch als e-Book auf dem iPad, das mit Sicherheit auch tolle Rezepte enthält, aber ich habe (glaub ich) noch nichts daraus nachgekocht, vermutlich weil ich es einfach nicht so präsent vor Augen habe - jedenfalls sind ja keine Notizen drin ;-)

Wie sieht's denn mit euren Vorlieben aus?
Omas handgeschriebenes Buch, Kochhefte, Lose-Blatt-Sammlung, Elektronische Rezepte oder alles frei-Schnauze kochen?

Samstag, 25. Februar 2017

56/365 - am Ende

Dieses Mal ist es nicht der Geduldsfaden, der am Ende ist, sondern meine Wolle ;-)
2 Reihen und einen i-Cord von der Vollendung des Pullovers entfernt ist plötzlich die Wolle zuende.
Blöd, ne?
Dafür müsste ich jetzt einen komplett neuen Strang aufreißen.
Hach.
Da schlaf ich wohl nochmal drüber ...
Hab ja auch noch was anderes anzuziehen ;-)

Freitag, 24. Februar 2017

55/365 - Mitgliederversammlung

10 Tage nach der Neugründung des Clubs "Gelassenheit her, aber zackig!" findet hier und  heute nun die erste öffentliche Mitgliederversammlung statt.

Also: Herzlich willkommen im Club und vielen Dank für die lebhafte Beteiligung an der Umfrage.
Es ist doch schon beruhigend zu wissen, dass man nicht so alleine dasteht.

Die Ideen und Vorschläge, die mich (nicht nur über die Blog-Kommentare) erreichten, waren hilfreich und köstlich gleichermaßen :)
Der Dackeltipp von Petra hat mich sehr amüsiert,  könnte aber möglicherweise bei Vorgesetzten z.B. nicht unbedingt zielführend sein.  *lach*

Wer mag, nimmt sich einfach einen Kaffee und ein Stück frisch gebackener Rübli-Torte und so warten wir auf die altersbedingte Gelassenheit oder üben uns im "Ommmmmm"en.

Dienstag, 14. Februar 2017

45/365 - Das Leben ist kein Wunschkonzert

Hallo Leben!?!

Darf ich mir trotzdem was wünschen?
Dann hätte ich sehr gerne eine gute Portion "mirdochegal"

Und ganz, ganz doll wünsche ich mir: Gelassenheit.
Wirklich echte Gelassenheit.
Nur die Menge Gelassenheit, die nötig ist um Dinge  (die ich eh nicht ändern kann) einfach so hinzunehmen.
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Es ist immer so einfach gesagt: "love ist, change it, or leave ist".
Manchmal geht das aber einfach nicht!
Also gibt es für mich nur die Möglichkeit: ich muss meine Einstellung ändern.
Hat vielleicht irgend jemand gute Ideen, Vorschläge, Erfahrungen, Tipps, was auch immer, ...  wie ich es hinkriege, dass ich mich nicht immer so fürchterlich über Dinge aufrege, die ich nicht wirklich ändern kann?

Anybody?
Any Idea?
:-/

Montag, 13. Februar 2017

44/365 - dicke Dinger

Gestern noch - und damit genau rechtzeitig - fertig geworden, wo es draußen so fiese Miese gibt, sind meine wilden dicken Socken.


Erst vor ein paar Wochen habe ich meine Liebe zur 6-fach Sockenwolle entdeckt, im Dornröschen-Wolle-Adventskalender erbeutete ich ein paar Stränge und  hier ist Paar Nr. 2 - so wild und so schön ♥



Sonntag, 12. Februar 2017

43/365 mit Zwölf von Zwölf am Zwölften Februar

Es ist wieder soweit, 12 Bilder am 12.

1. Zum Glück ist noch dänische Lieblingsmarmelade da
2. Ein Frühstücksei mit Herz ♥
3. wir wollen es ja nicht übertreiben, aber die tägliche Minute Fitness muss schon drin sein.
4. Radtour zum Flughafen zur heutigen Veranstaltung "Urlaubstage". Dort musste Rad gefahren werden, um Hafer zu Flocken zu mahlen.
5. wieder Zuhause dann ein paar Puzzle-Teile eingefügt
6. an der bunten Socken weitergestrickt und gleich noch
7. neue Wolle gewickelt

8. Keimsprossen gespült, für das morgige Frühstücksbrot
9. das neue Messer auf Schärfe getestet: Messer bestanden, Daumen durchgefallen
10. die unter 4. erradelten Haferflocken gleich in den Pufferteig getan, für die ersten "Puffer vom Blech" - sie sind gerade im Ofen, ich bleibe gespannt
11. also gleich nochmal die Burdas wieder in die Kartons sortieren und
12. den kleinen heißen Raum auf Temperatur bringen, für den entspannten Sonntagabend nachher :)

Und jetzt schnell ab damit zur Sammlung von Frau Kännchen, bevor die Puffer auf den Tisch kommen.
Mahlzeit!
Update: die Puffer schmecken aus der Pfanne besser, selbst wenn sie mit wenig Öl gebraten werden ;-)

Mittwoch, 8. Februar 2017

39/365 - Socken bis zur Taille

Zum Jahreswechsel hatte ich mir in den Kopf gesetzt mal eine Strumpfhose  zu stricken.

Kaum zuende gedacht, hatte ich auch schon Opal-Wolle bestellt.
Die als "grau" beschriebene Wolle hat bei Tageslicht irgendwie einen leichten grün-Stich und so musste natüüürlich auch noch ein passender Rock neu genäht werden.

Das Strickzeug habe ich im Urlaub also mitgeschleppt zu "Stoff & Stil" in Esbjerg und dort fiel dann die Wahl u.a. *hüstel* auf  einen beflockten Möbelstoff.

Nachdem die langbeinigen Socken am Wochenende fertig waren, habe ich also gleich am Montag den "Rock-mit Taschen" von Tante Ema  genäht, inzwischen schon zum dritten Mal.
Der Schnitt fällt recht leger aus, so dass ich gleich eine Größe kleiner genäht habe.

Durch den Formbund sitzt der Rock sehr schön und lässt sich grundsätzlich echt prima nähen.
Hier hatte ich durch die dicken Flockstreifen allerdings etwas Mühe, besonders an Nahtkreuzungen.

Mal schauen, ob ich den Möbelrock in dieser absolut nicht meinen Farbe häufig tragen werde oder ob ich nochmal kurz einen Tante-Ema-Jeansrock nähen werde. ;-)
Aber jetzt marschiere ich erstmal mit güldenem Hinterteil und warmen Beinen zum MMM, ein letztes Mal mit Meike.


Freitag, 3. Februar 2017

34/365 - Männermärchen

Es war einmal ein Oberhemd ...

... das lebte viele Jahre unbeachtet in einem dunklen Schrank und sah täglich zu, wie ein Kamerad nach dem anderen Ausgang bekam. Irgendwann, Tage später nahmen alle gut duftend und frisch gebügelt wieder neben ihm Platz.

Das Hemd wurde  immer unglücklicher angesichts dieses trostlosen Lebens.

So bat es also im Nähzimmer um Asyl und stellte gleichzeitig einen Antrag auf Umwandlung, ohne konkrete Vorgaben.
Damit sind natürlich alle Möglichkeiten offen und so war heute schon gleich der OP-Termin, dem Hemd/Beutel geht es gut, die Entlassung erfolgt bereits morgen.
Ab morgen darf es also den Hausherren wieder begleiten.
Zum Wochenmarkt, zum Brötchen holen, wohin auch immer: es ist ein "Männerding" - unverkennbar.
Oder ist das alles ein Frauentraum?

Wir werden sehen :-)

Donnerstag, 2. Februar 2017

33/365 - ein Dünenkreuzer beim Deichlauf

Deichlauf heißt das neue Tuch von Toby. 


Als hätte ich es geahnt, befand sich genau die passende Wolle im Urlaubsgepäck und während wir so durch die Dünen kreuzten, entwickelte sich das Tuch und der dicke Zopf ging plötzlich seine eigenen Wege.

Am Ende habe ich dem oberen Rand nun noch einen I-Cord in Nordsee-Januar-blau spendiert und auch dieser I-Cord ging seinen eigenen Weg, indem er einfach am seitlichen Rand wieder runter wanderte, um unten noch einen Seemannsknoten zu bilden - sicher ist sicher!
Sowas.

Nun habe ich ein ganz eigenwilliges eigenes Tuch aus wunderbar weicher Dornröschen-Merino-Seide.
Die trägt sich so schön, die Farben sind toll und und es kuschelt nur mich warm ein *hach*

Samstag, 28. Januar 2017

28/365 - Eine Weste oder: almost never ending Story

Aber alles wird ja bekanntlich gut, so auch die Westen-Geschichte *tiefseufz*

Dieses Ding hat mich Stunde um Stunde, Woche um Woche beschäftigt und viele meiner Nerven geraubt.

Im letzten Frühjahr wurde in der Kieler Wollwerkstatt eingekauft und das Versprechen abgegeben eine Weste nach der Anleitung von Hanne Falkenberg zu stricken.
... hätte ich damals geahnt was auf mich zukommt: meine Entscheidung wäre eine andere gewesen.

Also: die Originalwolle zur Anleitung gefiel nicht, sondern es sollten zwei Blautöne von Geilsk sein.

Die Anleitung ging nur bis XL, das war zu klein, außerdem stimmte die Maschenprobe hinten und vorne nicht und da die Weste nicht einfach gerade hoch gestrickt wird, sondern in einer Art, die sich einem erst ziemlich zum Schluss erschließt, hatte ich wirklich meinen Spaß mit der Rechnerei und den Änderungen in der seitenlangen Anleitung.
Oft genug habe ich hier gesessen und geflucht, fast geheult, alles zur Seite gepackt und erstmal was anderes gestrickt.
Seit Westen-Beginn sind zwischendurch 6 Paar Socken, zwei große Tücher und ein Paar Stulpen fertig geworden, sowie zwei Projekte begonnen, wovon eins schon wieder geribbelt und neu angestrickt ist.
Aber das brauchte ich einfach und letztendlich ist es ja nun wie es ist: nämlich eeeeendlich fertig!!!

Gestern Abend habe ich die Weste verschenkt. 
Sie passt. 
Puh!


An mir hängt sie etwas müde im Wind, das ist mal klar, ich trage normalerweise Größe M aber das sind die einzigen Tragebilder bei Tageslicht.

So viele Monate habe ich noch niemals an einem Kleidungsstück herumgestrickt, das bewegte sich bei mir gefühlsmäßig zwischen Peinlichkeit, Selbstkasteiung und Frustration.
Aber jetzt kann ich guten Gewissens wieder alle anderen Strickstücke genießen :-) 
*hach* wie schön ♥